LCHF - Low Carb High Fat (geringer Anteil Kohlenhydrate, hoher Anteil Fett)

 

Trendwende in der schwedischen Fettsucht-Epidemie?

Aus dem schwedischen übersetzt und angelehnt an www.kostdoktorn.se


Anmerkung:  Övervikt = Übergewicht
                      Fetma = Fettsucht, bzw. Adipositas
                      Ton/år = Tonne/Jahr

Im vergangenen Jahr sind viele Studien und Berichte aufgetaucht, die zum gleichen Ergebnis kommen: Die schwedische Fettsucht (Adipositas) -Epidemie scheint zum Stillstand gekommen zu sein. Möglicherweise ist sogar bereits ein Rückgang zu erkennen.

Ein neuer Bericht zeigt jedoch, dass dies nicht für das Heimatland der Light-Produkte, die USA, gilt. Dort setzt sich der Trend, dass die Menschen jährlich immer weiter und nahezu grotesk fett werden, weiterhin stetig fort. Worin liegt der Unterschied?

In den Medien:

Hat sich die Adipositas bei schwedischen Kindern in den letzten Jahren verringert?
Karlskogakuriren 090702: weniger adipöse Kinder in der Region
Dagens Medicin: Schwedische Kinder sind NICHT dicker und dicker geworden
Metro: Trotz Adipositasalarm – weniger dicke Kinder
AlltOmBarn: Weniger adipöse Teenager

Stillstand der Fettsucht -Epidemie bei schwedischen Erwachsenen?
Mehr Butter, weniger Adipositas? – Aus dem Gesundheitsbericht -09 der schwedischen Gesundheitsbehörde (Socialstyrelsen)

Weiterhin katastrophale Entwicklung in den USA:
F as in Fat 2009: How Obesity Policies are Failing in America (1.7.2009)
Adult obesity rates increased in 23 states and did not decrease in a single state in the past year

…und in Großbrittannien:
Obesity killing the UK

Die Adipositas-Epidemie setzt sich fort – außer in Schweden.
Die schwedische Trendwendung setzt ein nach den Debatten über GI (glykämischer Index) und jetzt auch über LCHF-Ernährung. Während sie vorher so richtig in Schwung gesetzt wurde nach der Zeit des Fettschrecks zwischen 1990 und 2000. Gibt es einen Zusammenhang?
Die nachfolgende Abbildung zeigt den schwedischen Butterkonsum der vergangenen Jahrzehnte:



Wie zu erkennen, verringerte sich der Butterkonsum stark von 1985 bis 2000. Zwischen 2000 und 2005 stabilisierte er sich auf einem niedrigen Niveau, um in den letzten Jahren wieder anzusteigen. Der Butterumsatz kann ein Zeichen darstellen für die in den 80-iger und 90-iger Jahren vorherrschenden Angst, vor natürlichem Fett.

Was ist in der gleichen Zeitspanne mit dem Übergewicht passiert?
Fügen wir nun zur Grafik noch die Statistik von übergewichtigen / adipösen Schweden hinzu. (Quelle: Statistisches Zentralbüro in Schweden)

Inklusive Übergewichts-Statistik


Unweigerlich erkennt man ein interessantes Bild. Zur gleichen Zeit, zu der die Schweden ihren Butterkonsum einschränkten aber gleichzeitig mehr Lightprodukte verzehrten, so nahm die Fettleibigkeit zu.

Als sich der Butterverbrauch stabilisierte scheint auch die Gewichtszunahme abgebremst worden zu sein. Jetzt, nachdem wir angefangen haben, wieder mehr Butter zu kaufen, entstehen die ersten Anzeichen von verringerter Fettsucht in Schweden. Zufall?
Fügen wir zur Graphik noch weitere Informationen hinzu.

Zeitlinie


Die Schlüssellochkennzeichnung (grüner Kreis mit weißem Schlüsselloch – wurde 1989 eingeführt) sollte der Bevölkerung helfen, ”gesunde”, fettarme Lightprodukte zu wählen. War das wirklich eine gute Idee für die Gewichtsentwicklung der schwedischen Bevölkerung?

Cirka 2002 hat die GI (Glykämischer Index) Debatte in Schweden begonnen. Der Fokus dieser Debatte war die Rolle der Kohlenhydrate im Bezug auf Übergewicht. 2008 kann als das Jahr des Durchbruchs von LCHF bezeichnet werden. Ab hier sieht man deutliche Abnahme der Fettsucht in der Bevölkerung.

Dies stellt jedoch keinen Beweis für den Zusammenhang dar aber dennoch sprechen die Zahlen sehr deutlich für sich.

Können wir diese Entwikcklung jetzt ganz wenden? Dann wird Schweden vielleicht das erste Land sein, das auf erste Weise die Fettsucht- bzw. Diabetesepidemie in den westlichen Ländern abwenden kann. Das erste Land, in dem die Menschen wieder gesünder und schmaler werden. Ein Vorbild, das andere Länder zum Nachmachen anregen kann.

Wie ist Ihre Meinung dazu?

 


 

Vielleicht ist endlich eine
Wende gekommen?