Der Steinzeitmensch*
Seit ca 2,5 Millionen Jahren gibt es Menschen. Dargestellt als Zeitlinie ist diese ca 250 Meter lang. Die Landwirtschaft hingegen gibt es seit ca 10.000 Jahren, d.h. 1 Meter auf unserer Skala.
Die größte Veränderung kam für uns, als wir anfingen dasJäger- und Sammlerstadium gegen die Landwirschaft auszutauschen. Die Kartoffel kam erst vor ein paar Hundert Jahren zu uns gekommen, dies entspricht nur ein paar Zentimeter auf unserer Zeitlinie.
Die Produkte der Landwirtschaft waren anfangs von grober Natur und wurden erst nach und nach mehr raffiniert. Als die steinernen Mühlräder technisch verbesserten Stahlwalzen Platz machen mussten, wurde das Mehl noch mehr verfeinert.
Unsere offiziellen Ernährungsempfehlungen von heute mit wenig Fett und vielen Kohlenhydraten (Gemüse, Obst, Getreideprodukte) bestehen seit ca 25 Jahren (d.h. 2,5 Millimeter! auf unserer 250 Meter langen Zeitlinie). In dieser Zeit ist die Fettleibigkeit in der Bevölkerung explosionsartig gestiegen.
Unser Körper ist jedoch zu 99,9 % derselbe wie der des Steinzeitmenschen. Wir sind nicht dafür angepasst, kohlenhydratreiche Nahrung in unbegrenzenten Mengen zu uns nehmen zu können.
Woraus bestand die Nahrung des Steinzeitmenschen?
Der Jäger-Fischer-Sammler ernährte sich aus Fleisch, Fisch, Schalentieren, Obst, Wurzeln, Gemüse, Beeren und Nüssen. Das dominierende Grundnahrungsmittel war Fleisch und Fisch.
Der Fettgehalt war hoch und bestand überwiegend aus gesättigtem und einfach ungesättigtem Fett. Die mehrfach ungesättigten Fette, die man zu sich nahm hatten ein gutes Gleichgewicht zwischen Omega 3 Fettsäuren und Omega 6 Fettsäuren.
Die Verteilung der verschiedenen Nahrungsstoffe variierte natürlich abhängig vom Klima. Je weiter nördlich man kam, desto mehr dominierte die Jagd und die Fischerei und die Menschen, die nahe am Eis wohnten, aßen fast nur Fett und Protein (das Fett dominierte hierbei).
Weiter südlich bekamen Pflanzenteile eine größere Bedeutung aber auch hervorragende Fettquellen wie z.B. Kokosfett, reich an gesunden gesättigten Fettsäuren mit stark antibakteriellen Eigenschaften, das sogar Schutz vor Viren bietet.
Leicht verdauliche, schnelle Kohlenhydrate aus der Landwirtschaft gab es fast keine. Dahingegen gab es langsame Kohlenhydrate aus Gemüse, Obst, Beeren, Nüssen und Wurzeln. Diese waren mit großer Sicherheit langsamer und der Vitamingehalt war höher als dies in unserem heutigen "veredelten" Gemüse und Obst der Fall ist. Natürlich gab es diese auch nur eine begrenzte Zeit im Sommer/Herbst und nicht wie es heute der Fall ist, rund ums Jahr.
Pflanzliche Öle, wie wir sie heute verzehren, gab es nur in ihrer natürlichen Verpackung, z.B. Olivenöl in Oliven, Sonnenblumenöl in Sonnenblumenkernen. Natürlich gab es auch keine chemisch hergestellten, und körperfremden Fettsäuren, wie wir sie heute in Margarine sowie in versteckter Form in Brot und Backwaren wiederfinden.
*aus dem schwedischen übersetzt von http://www.livlinan.eu/html/stenalderskost.html
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