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Literaturtipps rund um LCHF & Keto

Wer sich intensiver mit LCHF und ketogener Ernährung beschäftigt, landet früher oder später bei Büchern. Und davon gibt es inzwischen reichlich.

Auf dieser Seite findest du deshalb keine möglichst vollständige Bücherliste, sondern eine persönliche Auswahl Bücher, die die Entwicklung von Low Carb und LCHF geprägt haben, die interessante Hintergründe liefern oder die ich aus anderen Gründen auch heute noch lesenswert finde.

Dabei sind ganz bewusst auch ältere Titel, denn LCHF hat eine Geschichte – und gerade einige der schwedischen und internationalen Bücher gehören zu dieser Geschichte einfach dazu.

Wichtig: Dass ich ein Buch hier aufführe, bedeutet nicht, dass ich jede einzelne Aussage darin unterschreibe. Ernährung und Medizin entwickeln sich weiter, und manches würde man heute differenzierter formulieren als vor zehn, zwanzig oder dreißig Jahren.

Klassiker der Low-Carb- und LCHF-Literatur

Wolfgang Lutz: Leben ohne Brot

Ein echter Klassiker der kohlenhydratreduzierten Ernährung. Wolfgang Lutz beschäftigte sich bereits lange vor dem heutigen Low-Carb- und Keto-Boom intensiv mit einer Ernährung mit deutlich weniger Kohlenhydraten. Nicht alles darin entspricht zwangsläufig dem heutigen Wissensstand – historisch gehört das Buch für mich trotzdem hierher.

Andreas Eenfeldt: Echt Fett

Andreas Eenfeldt gehört zu den bekanntesten Vertretern der schwedischen LCHF-Bewegung. „Echt Fett“ vermittelt sehr anschaulich, warum die jahrzehntelange Angst vor Fett kritisch hinterfragt wurde und weshalb eine kohlenhydratreduzierte Ernährung für viele Menschen eine interessante Alternative darstellt.

Ulrike Gonder und Nicolai Worm: Mehr Fett!

Auch dieses Buch gehört für mich zur Geschichte der neueren Fettdebatte. Es setzt sich mit der lange verbreiteten Vorstellung auseinander, dass möglichst fettarmes Essen automatisch besonders gesund sei, und zeigt, dass Fett ernährungsphysiologisch sehr viel differenzierter betrachtet werden muss.

Robert H. Lustig: Die bittere Wahrheit über Zucker

Kein klassisches LCHF-Buch, aber ein interessanter Blick auf Zucker, hochverarbeitete Lebensmittel und Stoffwechsel.

Einige Thesen Lustigs werden wissenschaftlich kontrovers diskutiert. Als Anstoß, sich genauer mit Zucker und moderner Ernährung auseinanderzusetzen, finde ich das Buch dennoch lesenswert.

Jason Fung: Die Schlankformel

Jason Fung hat insbesondere die Diskussion über Insulin, Insulinresistenz, Übergewicht und intermittierendes Fasten innerhalb der Low-Carb-Bewegung stark geprägt.

„Die Schlankformel“ war für viele Menschen ein Einstieg in die Beschäftigung mit Stoffwechsel und Fasten. Einige seiner Erklärungsmodelle und Schlussfolgerungen werden heute wissenschaftlich differenzierter betrachtet. Trotzdem gehört das Buch für mich zur neueren Geschichte der Low-Carb-Bewegung.

Internationale Klassiker

Ein großer Teil der modernen Low-Carb-Literatur ist ursprünglich auf Englisch erschienen. Einige dieser Bücher haben die Diskussion über Kohlenhydrate, Fett und Stoffwechsel stark geprägt.

Richard K. Bernstein: Dr. Bernstein’s Diabetes Solution

Bernstein gehört zu den frühen und konsequenten Vertretern einer starken Kohlenhydratreduktion bei Diabetes.

Das Buch ist umfangreich und sehr speziell. Es ersetzt selbstverständlich keine individuelle medizinische Behandlung, ist aber für Menschen, die sich intensiv mit Low Carb und Diabetes beschäftigen möchten, ein wichtiger Klassiker.

Gary Taubes: Good Calories, Bad Calories

Ein einflussreiches Buch der modernen Low-Carb-Debatte.

Taubes hat damit viele bis dahin selbstverständliche Annahmen über Fett, Kohlenhydrate, Gewicht und Stoffwechsel infrage gestellt und eine große Diskussion ausgelöst.

Auch hier gilt: Nicht jede These muss man übernehmen, um das Buch interessant zu finden.

Nina Teichholz: The big fat surprise

Nina Teicholz beschäftigt sich ausführlich mit der Geschichte der Ernährungsempfehlungen rund um Fett und gesättigte Fettsäuren.

Das Buch ist vor allem interessant, wenn man verstehen möchte, wie bestimmte Ernährungsempfehlungen entstanden sind und warum darüber bis heute kontrovers diskutiert wird.

LCHF aus Schweden

LCHF, wie wir es auf LCHF.de verstehen, hat seine entscheidenden Wurzeln in Schweden.

Deshalb gehören einige schwedische Bücher für mich unbedingt auf diese Seite – auch wenn sie inzwischen älter und teilweise nur noch gebraucht erhältlich sind. Sie dokumentieren eine Zeit, in der sich LCHF in Schweden von einer kleinen Bewegung zu einem großen gesellschaftlichen Ernährungsthema entwickelte.

Annika Dahlqvist

Annika Dahlqvist gehört zu den prägenden Persönlichkeiten der schwedischen LCHF-Geschichte.

Zu ihren Büchern gehören unter anderem:

  • Dr. Dahlqvists guide till bättre hälsa och viktkontroll
  • LCHF snabbt och enkelt
  • LCHF för seniorer – gemeinsam mit Birgitta Höglund

Andreas Eenfeldt: Matrevolutionen

Die schwedische Originalausgabe des später auch international veröffentlichten Buches von Andreas Eenfeldt.

Für mich gehört „Matrevolutionen“ zu den Büchern, die die schwedische LCHF-Bewegung besonders gut repräsentieren.

Sten Sture Skaldeman

Auch Sten Sture Skaldeman gehört zu den bekannten Namen der frühen schwedischen LCHF-Bewegung. Seine Bücher sind sehr deutlich von der damaligen LCHF-Praxis geprägt und deshalb auch heute noch interessante Zeitdokumente.

Unter anderem erschienen von ihm:

  • Ät dig ner i vikt
  • Varför går jag inte ner i vikt?
  • LCHF-Kokboken

Lars-Erik Litsfeldt: Fettskrämd

Schon der Titel – sinngemäß etwa „Angst vor Fett“ – beschreibt ziemlich gut, worum es geht.

Das Buch gehört für mich ebenfalls in die historische Ecke der schwedischen LCHF-Literatur und zeigt, wie stark sich die Bewegung damals gegen die verbreitete Fettangst positionierte.

Bücher sind kein Ersatz fürs Denken

Ich lese gerne Bücher, die meine eigene Sicht bestätigen. Noch interessanter finde ich aber Bücher, die mich dazu bringen, etwas noch einmal genauer anzusehen.

Gerade bei Ernährung lohnt es sich, keinen Autor und kein Buch zur letzten Instanz zu erklären. Wissenschaft entwickelt sich weiter. Studien werden neu bewertet, Hypothesen bestätigt oder verworfen und manchmal stellt sich heraus, dass Dinge komplizierter sind, als sie zunächst erschienen.

Das gilt selbstverständlich auch für LCHF und Keto.

Deshalb findest du auf LCHF.de nicht einfach die Aussagen irgendeines Buches wieder. Ich versuche, historische LCHF-Erfahrungen, praktische Erfahrung und den heutigen Wissensstand miteinander zu verbinden – und Dinge auch dann zu korrigieren, wenn wir sie früher anders gesehen haben.

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