Karen: Kann man mit Ernährung ein Lipödem verbessern?

Redaktioneller Hinweis: Karen Wiltner hat dieses Interview 2018 für LCHF.de gegeben. Sie lebt mit einem diagnostizierten Lipödem und berichtet, wie sich ihr Gewicht, ihre Beschwerden und ihr Alltag nach der Umstellung auf ketogene Ernährung verändert haben.

Unser Gast ist heute Karen Wiltner. Karen lebt mit einem diagnostizierten Lipödem und hat mit ketogenem LCHF 50 Kilo abgenommen.

In diesem Interview berichtet sie über ihre persönlichen Erfahrungen mit der ketogenen Ernährung, über ihre Beschwerden, ihren Alltag und die weiteren Maßnahmen, die sie für sich ausprobiert hat.

Ein Lipödem ist eine chronische, meist schmerzhafte Erkrankung des Unterhautfettgewebes. Typischerweise sind vor allem Beine, Hüften und Gesäß, teilweise auch die Arme betroffen. Die Hände und Füße bleiben in der Regel ausgespart. Ernährung kann ein Lipödem nicht einfach beseitigen. Eine ketogene Ernährung kann jedoch zusätzliches Körperfett, Schmerzen, Beweglichkeit und Lebensqualität positiv beeinflussen.

Neben ihrem Vollzeitjob ist Karen leidenschaftliche Bloggerin auf Living-Keto.de. Dort schreibt sie über das Leben mit Lipödem, ketogene Ernährung, ihre persönlichen Erfahrungen, Rezepte sowie praktische Tipps für den Alltag.

Unsere Anne hat mit ihr dieses sehr persönliche Interview geführt.

Kann man mit Ernährung das Lipödem verbessern?

Liebe Karen, vielen Dank dass du dir die Zeit nimmst, uns ein paar Fragen zu beantworten. Magst du dich kurz vorstellen?

Ich bin Karen, aktuell noch 42 Jahre jung und wohne im wunderschönen Dresden. Dort arbeite ich bei einem mittelständischen IT-Unternehmen als Service-Managerin. Das heißt, ich betreue Webapplikationen für Kunden und sorge gemeinsam mit meinen Kollegen dafür, dass diese Applikationen immer so funktionieren wie erwartet.

Neben meinem Vollzeitjob bin ich leidenschaftliche Bloggerin auf meiner Seite Living-Keto.de. Dort schreibe ich viel über mich persönlich, meine Rezepte, Tipps und Tricks und darüber, was ich herausgefunden und an mir ausprobiert habe, um das Leben mit Lipödem Stück für Stück zu verbessern.

vorher und nachher Karen WIltner Lipödem (800 × 800 px)

Woran hast du gemerkt, dass mit deinen Beinen etwas nicht stimmt? Hattest du Schmerzen? Wie lange hat es bis zur Diagnose gedauert, und wie wurdest du anschließend beraten? Welche Behandlungen wurden dir vorgeschlagen, und was davon hast du umgesetzt?

Ich habe mein Leben lang gedacht, ich wäre einfach nur dick. Auch die Schmerzen, die ich täglich hatte, habe ich darauf zurückgeführt. Dass es so etwas wie ein Lipödem gibt, weiß ich erst seit 2012. Die ersten Anzeichen hatte ich vermutlich schon seit der Pubertät, spätestens aber seit der Geburt meiner älteren Tochter im Jahr 1997.

Die Diagnose bekam ich eher beiläufig bei meinem Hausarzt. Er ließ einen Begriff fallen, den ich nicht verstand, und ich traute mich damals nicht nachzufragen. Bei Ärzten war ich zu dieser Zeit schnell eingeschüchtert. Erst durch eigene Recherche wurde mir klar, worum es gehen könnte.

Danach ging ich zu einem Phlebologen. Er untersuchte mich per Ultraschall und bestätigte die Diagnose.

Auf meine Frage, was man dagegen tun könne, bekam ich zunächst die Antwort: nichts – außer einer Liposuktion. Eine ausführliche Beratung gab es nicht. Weder Lymphdrainage noch Kompression wurden mir angeboten, und ich fühlte mich damit ziemlich allein gelassen.

Erst in einem Sanitätshaus wurde ich darüber informiert, welche Möglichkeiten ich beantragen konnte. Mit der Kompressionsstrumpfhose ging es mir deutlich besser. Eine Lymphdrainage hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausprobiert.

Ich kann jeder Frau nur empfehlen, bei der Versorgung hartnäckig zu bleiben und sich nicht mit einer knappen Auskunft zufriedenzugeben. Mit der Beratung im Sanitätshaus habe ich persönlich sehr gute Erfahrungen gemacht, besonders bei Fragen zur Kompression und zur praktischen Versorgung.

Mit Fragen zur Ernährung machte ich damals bei Ärztinnen und Ärzten überwiegend enttäuschende Erfahrungen. Mir wurde vor allem geraten, weniger zu essen und mich an den üblichen Ernährungsempfehlungen zu orientieren. Für ketogene Ernährung fand ich damals kaum offene Ohren.

Du ernährst dich seit 2,5 Jahren ketogen. Wie bist du zu dieser Ernährung gekommen und was hat sich seither verändert? Gab es andere Maßnahmen, die du ergriffen hast?

So ganz genau weiß ich gar nicht mehr, wie ich zur ketogenen Ernährung gekommen bin. Vorher hatte ich mit 10wbc bereits knapp 20 Kilo abgenommen. Das ist eine Low-Carb-Ernährung. Danach ging es mit dem Gewicht jedoch nicht mehr weiter.

Ich recherchierte im Internet, welche Möglichkeiten es noch gibt und woran es liegen könnte, dass Low Carb bei mir nicht mehr den gewünschten Effekt hatte. Dabei stieß ich auf die ketogene Ernährung – und bei mir machte es Klick:

„Klar, das ist es! Ganz logisch: Du musst Fett essen, um Fett zu verlieren.“

Genau das Fett hatte ich nach 10wbc wieder reduziert. Also sammelte ich weitere Informationen und begann im Sommer 2015 nach unserem Urlaub mit der ketogenen Ernährung.

Mit Keto bin ich bis heute sehr glücklich und zufrieden. Ich komme gut damit zurecht und vermisse nichts. Meistens bin ich durchgehend in Ketose und habe nicht vor, daran grundsätzlich etwas zu ändern.

Wenn ich das Gefühl habe, dass mein Körper etwas mehr Kohlenhydrate braucht, esse ich auch einmal mehr als 30 Gramm am Tag, vielleicht 50 Gramm. Nach meiner Erfahrung bleibt meine Ketose inzwischen häufig trotzdem bestehen.

Ich teste das gelegentlich aus und merke bei mir schnell, dass Müdigkeit und Trägheit zurückkehren, wenn ich deutlich mehr als 50 Gramm Kohlenhydrate esse.

Anfangs konzentrierte ich mich ausschließlich auf die ketogene Ernährung. Die Umstellung war für mich bereits Herausforderung genug. Dabei lernte ich wieder stärker auf meinen Körper zu hören und wahrzunehmen, wann es mir gut ging und wann nicht.

So stellte ich fest, dass ich bestimmte Lebensmittel nicht gut vertrug, und passte meine Ernährung entsprechend an.

Später kamen einige Nahrungsergänzungsmittel hinzu, darunter Vitamin D, K2 und später B12. Bei meiner Suche nach weiteren Möglichkeiten im Umgang mit dem Lipödem stieß ich außerdem auf Steinklee.

Wow, nur noch eine knappe Kleidergröße Unterschied, das ist großartig! Hat sich auch sonst etwas verbessert? Wie ist es beispielsweise mit Hormonen, wurdest du daraufhin untersucht?

Meine Endokrinologin hat regelmäßig sehr umfangreiche Blutuntersuchungen durchgeführt, um zu prüfen, ob alles in Ordnung ist. Auch Hormone, Vitamine und Mineralstoffe wurden untersucht.

Bei mir wurde außerdem ein Leaky Gut beziehungsweise eine erhöhte Darmdurchlässigkeit festgestellt. Dadurch konnte ich nach damaliger Einschätzung nicht alle Nährstoffe ausreichend aufnehmen. Gemeinsam mit den regelmäßigen Blutkontrollen war das für mich ein Grund, zeitweise gezielt Vitamine und Mineralstoffe zu ergänzen.

Zusätzlich nahm ich naturheilkundliche Unterstützung in Anspruch, die ich persönlich als hilfreich empfand. Einige Nahrungsergänzungsmittel setzte ich nach späteren Kontrollen wieder ab.

Besonders wichtig war für mich, mögliche Mängel nicht einfach auf Verdacht auszugleichen, sondern meine Werte regelmäßig kontrollieren zu lassen. Auch meine Verdauung und meine allgemeine Verträglichkeit verschiedener Lebensmittel spielten für mich eine große Rolle.

Mit der Zeit hatte ich das Gefühl, dass sich vieles stabilisierte und ich meinen Körper besser verstand.

Wenn ich Bilder von dir sehe, dann bestätigen sie deinen großen Erfolg! Magst du uns erzählen, wieviel du inzwischen abgenommen hast und wie sich das auch auf die vom Lipödem betroffenen Stellen ausgewirkt hat? Merkst du noch andere gesundheitliche Verbesserungen, nicht nur in Bezug auf das Lipödem?

Danke! Ja, ich bin inzwischen selbst sehr stolz auf mich. Das hat allerdings eine ganze Weile gedauert.

Bis heute habe ich 49 Kilo abgenommen. Mein Höchstgewicht lag 2013 bei 127,5 Kilo, heute wiege ich 78,5 Kilo. Bei einer Größe von 1,73 Metern liege ich nach den üblichen Tabellen zwar noch im Bereich Übergewicht, aber das stört mich nicht. Mir ist inzwischen auch egal, ob ich noch ein paar Kilo abnehme oder nicht.

Mein Körper verändert sich weiterhin stark. Meine größten Problemstellen waren immer die Arme, der Bauch, der Po und die Beine. An Bauch, Po und Armen habe ich inzwischen kaum noch Unterhautfettgewebe, sondern vor allem überschüssige Haut. Auch an den Beinen hat sich sehr viel verändert. Die noch deutlichsten Fettpolster befinden sich bei mir heute oberhalb der Knie.

Auch meine Haut beginnt sich zunehmend zu straffen. Am Bauch und an den Beinen hätte ich das früher nicht für möglich gehalten. Inzwischen sehe ich an meinen Beinen sogar erste Muskelkonturen. Für mich ist das ein riesiger Unterschied zu früher.

Darüber hinaus hat sich mein allgemeines Wohlbefinden deutlich verbessert. Meine Schilddrüsenwerte haben sich stabilisiert, und zuvor festgestellte Knoten waren später nicht mehr nachweisbar. Ich bin weniger vergesslich, kann mich besser konzentrieren und fühle mich insgesamt fitter.

Auch meinen Betablocker benötigte ich später nicht mehr. Vor allem aber hat sich mein gesamtes Lebensgefühl verändert. Ich bin heute glücklich und zufrieden mit mir und meinem Leben – und das war nicht immer so.

Treibst du Sport? Gibst du Sport einen großen Anteil an deinem Erfolg? Zu welcher Art von Sport würdest du Betroffenen raten?

Nein, Sport hatte an meiner Gewichtsabnahme zunächst kaum Anteil, weil ich nur selten und eher sporadisch etwas gemacht habe. Inzwischen ist das anders. Heute baue ich täglich etwas Bewegung ein – zum Beispiel ein kleines Workout, Yoga oder den Weg von der Arbeit nach Hause zu Fuß statt mit der Straßenbahn.

Besonders gut tun mir Wandern, Nordic Walking, Schwimmen, Aqua-Biking und Aqua-Fitness. Bewegung im Wasser empfinde ich als angenehm, weil sie den Körper entlastet und trotzdem fordert.

Auch Krafttraining kann sinnvoll sein. Wichtig ist aus meiner Sicht, langsam zu beginnen, auf die eigene Belastbarkeit zu achten und die Bewegung an die persönliche Situation anzupassen.

Ich selbst empfinde Bewegung mit Kompression als hilfreich. Welche Kompressionsversorgung beim Sport sinnvoll ist, sollte individuell ausprobiert und gegebenenfalls mit einer Fachperson besprochen werden.

Denkst du, dass sich das Lipödem wieder verschlechtern würde, falls du zur alten Ernährung zurückkehren würdest?

Ja, davon bin ich überzeugt. Mein Körper kommt mit Getreide, Stärke und größeren Kohlenhydratmengen deutlich schlechter zurecht. Das merke ich jedes Mal, wenn ich es probeweise anders versuche.

Mit der ketogenen Ernährung fühle ich mich dagegen stabil, leistungsfähig und insgesamt deutlich wohler. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dauerhaft zu meiner früheren Ernährung zurückzukehren.

Was rätst du Frauen, die gerade erst mit der Diagnose konfrontriert wurden? Womit würdest du starten? Was ist aus deiner Sicht wichtig für einen erfolgreichen Start und das Durchhalten unterwegs?

Nicht verrückt machen lassen und keine Panik bekommen. Diese Diagnose ist kein Todesurteil und bedeutet auch nicht, dass man auf alles Schöne im Leben verzichten muss.

Für mich war die Diagnose irgendwann auch eine Chance, meinen Körper besser zu verstehen und genauer hinzuschauen, was mir guttut und was nicht.

Ich würde heute genauso starten wie damals: zuerst eine gute Versorgung mit Kompression organisieren und mich gründlich beraten lassen. Zusätzlich würde ich mich frühzeitig um regelmäßige Lymphdrainage kümmern, wenn sie medizinisch empfohlen wird.

Gleichzeitig würde ich wieder mit ketogener Ernährung beginnen und prüfen, welche Lebensmittel ich persönlich gut oder schlecht vertrage. Bei mir waren insbesondere Gluten, Fruktose und Laktose problematisch. Diese Unverträglichkeiten spielten für mein Wohlbefinden eine große Rolle.

Wichtig finde ich, LCHF oder Keto nicht als kurzfristige Diät zu betrachten. Wer nur für einige Wochen „durchhält“ und danach zur früheren Ernährung zurückkehrt, wird kaum dauerhaft profitieren. Für mich funktioniert die ketogene Ernährung deshalb als langfristige Ernährungsweise.

Ebenso wichtig ist es, sich Unterstützung zu suchen und sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Das kann über eine Selbsthilfegruppe, ein Forum oder eine passende Online-Community geschehen.

Lipödem, und erst recht die ketogene Ernährung wird oft noch belächelt und von Ärzten und der Allgemeinheit nicht ernst genommen. Mitunter schlägt einem sogar harsche Kritik entgegen. Wie gehst du damit um, und was rätst du Skeptikern?

Ich habe Keto damals bei vielen Ärzten angesprochen und wurde häufig belächelt. Trotzdem habe ich weitergemacht, weil ich sehr deutlich gemerkt habe, wie gut mir diese Ernährung tat.

Inzwischen gibt es deutlich mehr Ärztinnen und Ärzte, die einer ketogenen Ernährung offen gegenüberstehen oder sie selbst empfehlen. Das finde ich sehr erfreulich.

Die stärkste Kritik kam nach meiner Erfahrung allerdings oft von anderen Betroffenen. Manche waren fest davon überzeugt, dass bei Lipödem ausschließlich eine Liposuktion helfen könne. Wenn dann jemand sichtbar gute Ergebnisse mit Ernährung, Gewichtsabnahme, Bewegung und konsequentem Selbstmanagement erzielt, kann das Abwehr auslösen.

Ich versuche heute, mich davon nicht mehr verunsichern zu lassen. Mein Verlauf ist real, meine Veränderungen sind sichtbar, und ich weiß, wie ich mich vor und nach der Umstellung gefühlt habe.

Skeptikern würde ich raten, nicht vorschnell zu urteilen. Niemand muss ketogen essen. Aber genauso wenig sollte man die Erfahrungen von Frauen abwerten, die mit Keto deutlich weniger Schmerzen, mehr Beweglichkeit, Gewichtsverlust und eine bessere Lebensqualität erreicht haben.

Ernährung ist nicht alles. Auch andere Faktoren spielen eine Rolle. Welche sind für dich die Wichtigsten? Was kann jeder selbst tun, um seine Situation zu verbessern?

Für mich spielen neben der Ernährung auch Bewegung, Schlaf, Stress und die allgemeine Belastung im Alltag eine wichtige Rolle.

Die ketogene Ernährung war für mich die Grundlage, weil sie mir geholfen hat, mich körperlich stabiler zu fühlen und viele Beschwerden zu reduzieren. Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass mein Körper auch Ruhe, Erholung und regelmäßige Bewegung braucht.

Ich achte heute stärker darauf, ausreichend zu schlafen, mir Pausen zu erlauben und nicht dauerhaft unter Hochspannung zu stehen. Weniger Hektik und weniger Aufregung tun mir deutlich besser.

Außerdem habe ich verschiedene ergänzende Behandlungen ausprobiert, die ich persönlich als hilfreich empfand. Dazu gehörten unter anderem körpertherapeutische und naturheilkundliche Ansätze, wie Mitochondriopathie und Atlastherapie, .

Entscheidend ist aus meiner Sicht, nicht nur an einer einzigen Stelle anzusetzen. Ernährung kann sehr viel verändern, aber auch Bewegung, Schlaf, Stressabbau und ein guter Umgang mit den eigenen Grenzen gehören für mich dazu.

Gibt es rückblickend etwas, was du anders machen würdest? Oder, anders gefragt: worauf würdest du nicht mehr verzichten wollen?

Nein, grundsätzlich würde ich nichts anders machen. Mit einigen Dingen würde ich heute vielleicht früher anfangen und weniger zögerlich sein.

Worauf ich nicht mehr verzichten möchte? Auf das Gefühl, endlich wieder zu leben – und zwar mein eigenes Leben.

Wirst du bei der ketogenen Ernährung bleiben? Würdest du sagen, du hast dein Ziel erreicht oder möchtest du noch weiter?

Ja, ich denke, ich werde bei der ketogenen Ernährung bleiben, solange mein Körper das so möchte. Ich kann nicht beurteilen, wie sich das entwickelt, wenn sich weitere gesundheitliche Baustellen verbessert haben. Vielleicht fühlt sich irgendwann auch eine etwas liberalere Form von LCHF richtig an. Das werde ich sehen – ich höre auf meinen Körper.

Rein gewichtsmäßig hatte ich mir nie ein bestimmtes Ziel gesetzt. Auch beim Aussehen ging es mir nie darum, unbedingt eine bestimmte Kleidergröße zu erreichen.

Mein eigentliches Ziel habe ich erreicht: Ich bin stolz auf mich, kann mich selbst lieben und mag meinen Anblick im Spiegel, statt ihn nur zu ertragen.

Es ist gut so, wie es jetzt ist. Und wenn sich noch etwas verändert, wird auch das gut sein. Ich habe gelernt, nicht mehr dauerhaft gegen meinen Körper zu arbeiten und seine Signale ernst zu nehmen.

Diese Entwicklung hat außerdem dazu geführt, dass ich mich beruflich noch einmal neu orientiert habe. Zum Zeitpunkt des Interviews befand ich mich in einer Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie und wollte mich insbesondere mit Burnout und Essstörungen beschäftigen – Themen, die mich auch persönlich begleitet haben.

Karen Wiltner vorher und nachher

Karen schreibt auf www.living-keto.de über ihre Erfahrungen mit der Ernährungsumstellung bei Lipödem

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