LCHF-Tellerspion auf Reisen

Sommerferien! Urlaubszeit! Da hab ich mir gedacht, ich schicke diesen LCHF-Tellerspion auf Reisen. Wir machen einfach eine internationale Woche der Köstlichkeiten.

Diese Woche auf dem Teller:

Schweden - Köttbullar

Wo kämen wir hin, wenn wir keinen Abstecher ins Ursprungsland von LCHF machen würden? Also gibt es diese Woche mal Köttbullar! Mjam.

Annika hat bestimmt ein Rezept dafür und belächelt meines vielleicht..

(Anmerkung Annika: Nein, ich belächele es nicht, meins ist aber definitiv anders. Mein eigenes habe ich von meiner Urgroßmutter Farmor Ebba und es ist so gut, dass ich es in den kommenden Tagen unbedingt notieren muss. Warum bin ich da noch nicht selbst drauf gekommen?)

Aber ich mache die so:

Zutaten

  • 400 g Rinderhackfleisch
  • 2 EL Flohsamenschalen
  • 1 Ei (Größe M)
  • 1 Zwiebel
  • Salz
  • Pfeffer
  • Butterschmalz zum Anbraten

Zubereitung

Die Zwiebel wird fein gehackt. Anschließend wird das Hackfleisch mit dem Ei, der Zwiebel und den Flohsamenschalen vermengt und mit Salz und Pfeffer gewürzt. Aus der Hackfleischmasse werden kleine Bällchen geformt und diese im Butterschmalz rundherum angebraten.

Um eine Soße zu erhalten, nehme ich die Bällchen aus der Pfanne und lösche den Bratensatz mit etwas Gemüsebrühe ab (hier geht natürlich auch Rinderbrühe) und gebe etwa 75 ml Schlagsahne hinzu. Die Flüssigkeit lasse ich einköcheln, bis die Soße schön cremig ist. Abgeschmeckt wird sie mit Salz, Pfeffer und etwas Petersilie.

Zu den Köttbullar passt ein cremiges Gemüsepüree, wie z.B. Blumenkohlpüree, sehr gut. Nicht-LCHFler können natürlich auch mit Salzkartoffeln dazu bekocht werden.

Vorschaubild Köttbullar in Sahnesauce - Tellerspione KW 37 - 2017 Tellerspione KW 40 - 2017 Tellerspione kw 24 - 2017 Tellerspione kw 3 - 2017 Tellerspione KW 40 - 2016 LCHF-Tellerspion auf Reisen

Italien – Piccata Milanese

Sonntag geht es dann nach Italien – es gibt Piccata Milanese. Das sind dünne Schnitzel, die in einer Parmesan-Ei-Hülle ausgebraten werden.

Ich nehme hierfür Schweineschnitzel, aber auch Kalbs- oder Putenschnitzel funktionieren ganz prima. Als vegetarische Variante habe ich das Gericht schon mit Auberginenscheiben gekocht. Auch das war sehr schmackhaft.

Zutaten

  • 2 Schnitzel
  • 1 Ei
  • 30 g geriebener Parmesan
  • etwas Kokosmehl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Butterschmalz (bzw. Ghee oder Kokosöl) zum Braten

Zubereitung

Die Schnitzel werden flachgeklopft, leicht gesalzen und gepfeffert. Anschließend werden sie mit Kokosmehl leicht bestäubt.

Das Ei mit dem Parmesan verquirlen und die vorbereiteten Schnitzel gründlich in der Masse wenden. Diese panierten Schnitzel werden nun bei mittlerer Hitze langsam im Butterschmalz gebraten. Nicht zu heiß werden lassen, sonst verbrennt der Parmesan.

Als Beilage passen Zucchininudeln mit Pesto, ein bunter Salat oder auch eine mediterrane Gemüsepfanne mit Zucchini, Auberginen und Paprika. Für die Normalesser kann natürlich auch Pasta, Brot oder Reis dazu gereicht werden.

Spanien – Albondigas (Ay, caramba!)

Denkt man an Spanien, denkt man auch gleich an Paella, oder? Jedoch ist dieses Gericht schwer reislastig („Ach was?“ würde Loriot jetzt sagen..) und ist somit nicht besonders LCHF-kompatibel. Und mit Blumenkohlreis wird man wohl nie an das Original Paella-Geschmackserlebnis herankommen. Also lassen wir das lieber.

Aber Spaniens Küche hat ja durchaus mehr zu bieten, als nur Paella. Zum Beispiel die würzigen Fleischbällchen in Tomatensoße, Albondigas genannt. Eigentlich Tapas, aber viele Tapas ergeben auch eine Mahlzeit.

Für Nicht-LCHFler, die eventuell mitessen, könnt ihr hierzu natürlich Brot servieren, oder auch Papas arrugadas, kanarische Kartoffeln mit Salzkruste (Link führt auf eine Chefkoch-Rezeptseite). Auf jeden Fall ergänzt so ein kleiner, feiner Salat auch diese Mahlzeit mal wieder perfekt.

Vorschaubild Albondigas Tellerspione KW 21 - 2017 LCHF-Tellerspion auf Reisen

Frankreich – Quiche Lorraine

Die Quiche Lorraine ist ein Klassiker der französischen Küche. Ohne Boden ist sie perfekt für LCHF geeignet und mörderlecker. Diese Quiche gibt es hier im Hause Yu tatsächlich ziemlich oft und der Herr des Hauses freut sich jedes Mal.

Ich finde, dass ein erfrischender Gurkensalat hervorragend zu der deftigen Quiche passt und dem Ganzen etwas Leichtigkeit gibt.

Amerika - Chili con Carne

Nun reisen wir über den großen Teich und landen in Amerika, denn es gibt Chili con Carne.

Und wieso sind wir dann nicht in Mexiko? Bei meiner Recherche habe ich herausgefunden, dass Chili con Carne aus der amerikanischen Südstaatenküche, der sogenannten Tex-Mex-Küche, stammt. Das war mir selbst überhaupt nicht bewusst, ich hätte das Gericht tatsächlich eher nach Mexiko geschoben. Tja. Soll noch mal einer behaupten, bei den Tellerspionen lerne man nichts!

Jedenfalls… wie so ein Chili con Carne gekocht wird, das wissen die meisten, und gleich fällt jedem siedend heiß ein: „Aber da sind doch Bohnen drin!“

Bohnen, also Kidney- oder weiße Bohnen passen natürlich nicht besonders gut zu LCHF, da es sich hierbei um stark kohlenhydrathaltige Hülsenfrüchte handelt. Ich habe gar nicht erst groß nach Alternativen gesucht, als ich das erste LCHF-Chili gekocht habe, sondern ich habe sie einfach weggelassen. Das heißt, mein Chili besteht aus: Zwiebeln, bunten Paprika, frischen Chilischoten, passierten Tomaten und Rinderhackfleisch.

Auch Herr Yu, der ja bekanntlich nicht LCHF isst, mag das Gericht in dieser Form total gerne – er hat es sich für diese Woche sogar ausdrücklich gewünscht.

Sollten sich aber extreme Nörgler an eurem Tisch befinden, für die ein Chili unbedingt Bohnen beinhalten muss, dann gebt ihnen doch einfach Bohnen!

Nehmt euren Teil des Chilis aus dem Topf und haut durch den Rest einfach die begehrten Böhnchen. So sind alle glücklich! Für euch kleckst ihr etwas Creme Fraiche oder ähnliches oben drauf, für die Normalos gibt es Baguette dazu, wenn gewünscht.

Argentinien - Steak

Bleiben wir mal drüben auf der anderen Seite des großen Teichs und wandern nach Südamerika. Die argentinischen Steaks sind ja immer wieder der Renner, oder? In jedem Steakhouse gibt es sie und sie werden mit Wonne verzehrt.

So auch hier bei uns Zuhause. Dies ist nämlich auch ein ausdrückliches Wunschgericht des Herrn Yu. Und da ich eine liebende Ehefrau bin, erfülle ich ihm seine Wünsche natürlich. Ganz ohne Hintergedanken. Und völlig selbstlos. (Nicht, dass ich ein gut gegrilltes Steak nicht auch lieben würde…)

Zu den Steaks essen wir gerne eine Gemüsepfanne mit Paprika, Zucchini und Pilzen. Aber es gibt natürlich zig Dinge, die perfekt zu Steaks passen: geschmorte Champignons, knoblauchiger Blattspinat, gerösteter Blumenkohl, Brokkoliröschen, Schmorzwiebeln, Schmortomaten, Salat in jeglicher Form und Farbe…. Hier könnt ihr euch so richtig austoben.

Um die High Carbler am Tisch zufrieden zu stellen, passen Pommes, Wedges, Folienkartoffeln oder ähnlich kartoffelige Produkte auf jeden Fall zum Steak.

Abschließend einen Klacks Kräuterbutter für alle und fertig ist das Essen auch schon.

England - Fish & Chips

Zurück in Europa, aber immer noch nicht wieder auf dem Kontinent. Wir besuchen noch schnell unsere englischen Kameraden und hauen uns Fish & Chips in den Alabasterleib!

Um die Fish-Nuggets zuzubereiten, schneidet ihr den Fisch eurer Wahl (Kabeljau z. B.) in Würfel und paniert diese mit Kokos- oder Mandelmehl und bratet diese dann gemütlich in der Pfanne. Ihr könnt den Fisch natürlich auch à la natur braten – die Panade ist kein Muss.

Als Grundlage für die Chips greife ich gerne auf Wurzelpetersilie oder Pastinaken zurück. Diese schneide ich in Scheiben, würze sie mit Olivenöl und diversen Gewürzen und brutzle sie dann im Ofen.

Ihr könnt aber auch Pommes aus Kohlrabi, Steckrübe oder Sellerie dazu machen. Nur sei an dieser Stelle gesagt: Die werden natürlich nicht so knusprig wie Pommes aus Kartoffeln, da fehlt einfach die Stärke! Mein Favorit sind die Fritten aus Wurzelpetersilie oder Pastinake.

Für die Normalesser am Tisch könnt ihr ganz einfach, da der Ofen ja eh schon läuft, Pommes frites zubereiten. Dann für alle noch einen ordentlich Klecks Mayonnaise oder Remoulade auf den Teller und ab dafür!

Vorschaubild Fish Nuggets Tellerspione KW 11 - 2017 Tellerspione KW 07 – 2018 Tellerspione KW 20 - 2017 Tellerspione kw 40 - 2016 LCHF-Tellerspion auf Reisen

Das war sie, unsere kulinarische Weltreise. Lasst sie euch schmecken!

Haut rein! ♥

Bild für die LCHF Telerspione

Was soll ich kochen? Was soll für nächste Woche auf den Mahlzeitenplan? Diese Fragen kennt wahrscheinlich jede*r, nicht nur die LCHFler.

Mit den LCHF Tellerspione wollen wir Abhilfe schaffen – gebündelte Inspiration in Form von Mahlzeitenpläne für jeweils eine Woche oder einem Menü. Manchmal gibt es auch interessante Sonderthemen, wie z.B. Frühstück oder vegetarische LCHF Essenspläne oder welche, die ganz ohne Milchprodukte auskommen. Dafür hat Frau Yu fremde Teller ausspioniert, neue Rezepte getestet und  in diese netten Texte verpackt.

In den Plänen werden keine Mengen vorgegeben, sie sollen nur inspirieren, nicht regulieren. Wir sind bunt und unterschiedlich, wie das Leben – und das ist auch genau richtig so!

Vorschaubild Frau Yu Christina Warum ich LCHF esse Tellerspione Ein Jahr mit LCHF

Autorin: Frau Yu (Christina)

Christina ist nicht nur im Forum als „Frau Yu“ bekannt, auch als Bloggerin hat sie viele begeisterte Leser, die sie auf ihrem Weg zum Zielgewicht begleiten und anfeuern. Seit Juni 2016 verstärkt sie uns auch als tatkräftige Moderatorin im LCHF-Forum.

Auf LCHF.de schreibt sie über dies und das, was sie bewegt – eine Frau mit Tiefgang!

Darüber hinaus ist sie federführend in unserer Serie „Frau Yubabas Teller-Spione“, eine Serie für alle, die bei LCHF ein wenig Inspiration für den eigenen Teller brauchen.

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