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Chlorid

Zwar wurde Chlor eigentlich schon im Jahr 1774 entdeckt, aber für gut 30 weitere Jahre führte es die Forscher an der Nase herum und gab sich als verschiedene, sauerstoffhaltige Substanzen aus, bis 1808 endlich der Chemie-Autodidakt und Tausendsassa Humphry Davy erkannte, dass es sich um ein bislang unentdecktes Element handelte. Aufgrund der hellgrüngelben Farbe des…

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Phosphor

Doch ein Feuer wie Phosphor ward nie gesehn, Es ist kalt und es kann im Wasser bestehn. In diesem verliert es den Feuerschein, Sonst würd es entschweben dem Erdensein. Dann sieht es dem hellen Bernstein gleich, Einem Stein aus dem Mineralienreich. Der Natur war der Phosphor sonst unbekannt, Ein Feuerkünstler ihn erst jüngst erfand. Zum…

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Natrium

Das Salz der Erde. – Gesalzene Preise. – Jemandem die Suppe versalzen. – Salz in die Wunde streuen. – Tust du zu viel Salz ans Essen, bist du verliebt. – Zur Einzugsparty bringt man Brot und Salz mit. Die Liste der Sprichwörter und Redensarten, die sich um Salz drehen, ließe sich noch endlos fortsetzen und…

Magnesium

Magnesium gehört zu den 10 häufigsten Elemente in der Erdkruste und ist auch im menschlichen Körper reichlich vertreten (Erwachsene: ca. 20 g), sodass es zu den Mineralstoffen bzw. Mengenelementen (im Gegensatz zu den Spurenelementen) gezählt wird. Über die Entdeckung des Magnesiums scheiden sich die Geister; erstmals wurde es 1755 in der Fachliteratur beschrieben, erst ein…

Kalium

Kalium, das siebenthäufigste Element der Erdkruste, ist ein hochnervöses Kerlchen: Mit nur einem Außenelektron ist es stets bemüht, stabile Verbindungen mit anderen Stoffen einzugehen und kommt in der Natur somit nur in chemischen Verbindungen vor, zum Beispiel als Katzenglimmer (der ist wirklich so hübsch wie sein Name!).[1] Besonders mit Wasser reagiert Kalium äußerst leidenschaftlich –…

Calcium

Wie schreibt man es denn nun, das fünfthäufigste Element der Erde? Calcium oder Kalzium? Der Duden sagt: für normales Deutsch „Kalzium“, die Schreibweise „Calcium“ gehöre der Fachsprache an. Da das zugehörige chemische Zeichen „Ca“ ist, bleiben wir also beim fachsprachlichen Calcium mit C. Calcium ist ein sehr geselliges Element (der Fachsprachler sagt „reaktiv“), denn es…

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Vitamin K

Ähnlich wie beim Gitarrenunterricht hatte ich auch während meiner medizinischen Ausbildung einen Merksatz. Zum Einprägen der Gitarrensaiten hieß er: „Eine alte Dame geht Hering essen“, bei den fettlöslichen Vitaminen war er deutlich kürzer: EDeKA (für die Vitamine E, D, K und A). Oder, etwas länger, aber umso einprägsamer für deren Fettlöslichkeit: „Butter kauft man bei…

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Vitamin E

Der Anfang des 20. Jahrhunderts war eine spannende Zeit in der Vitaminforschung: Nach der Entdeckung der Vitamine A, B, C und D fanden die Amerikaner Herbert M. Evans und Katherine S. Bishop 1922 einen fettlöslichen Nahrungsbestandteil, der für die Reproduktion von Ratten unerlässlich war. 1938 dann wurde dieser Stoff aus Hafer, Mais und Weizenkeimöl isoliert…

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Vitamin D – das Sonnenvitamin

Die Sonne lockt nach einem Weilchendie schönsten Dinge an das Licht,zum Beispiel: Birkengrün und Veilchen,und Reiselust und Liederzeilchen,und manches lächelnde Gesicht. Erich Kästner: Frühlingslächeln, 1. Strophe Herr Kästner vergisst in seiner Aufzählung ein weiteres von der Sonne hervorgelocktes Ding: Vitamin D nämlich. Ok, das reimt sich nicht auf „Veilchen“ und „Weilchen“. Genauso wenig wie „Calciferole“,…